Tafelberg - Historie

Die Historie des „Tafelberggeländes“ reicht zurück bis 1930. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Emmendinger Haus- und Bauschutthalde eingerichtet. Im Jahr 1969 wurde diese „Müllhalde“ geschlossen. Ebenso lang ist die Vorgeschichte zum Tafelberg, mit der sich die Zuständigen der Stadt und des Kreises mit der Zukunft dieses Grundstückes intensiv beschäftigten. Nach Schließen und Zuschütten der „Deponie“ (überwiegend Bauschutt und Hausmüll - 1969) gab es hier bereits eine Kleingartenanlage neben dem „Berg“, ein Trial-Gelände (Motocross) auf dem „Berg“ und viele Pläne für die weitere, eventuell gewerbliche Nutzung. Das Gelände wurde detailliert untersucht, diese Gutachten liegen für alle zugänglich vor und sind Grundstein aller Vorschläge und Entscheidungen. Die flacheren Teile des Gebietes wurden für den Recyclinghof und für eine Kompostieranlage freigegeben, auch ein namhafter Gewerbebetrieb fand hier einen neuen Standort. Das Abtragen des eigentlichen „Berges“ ist betriebswirtschaftlich nicht rentabel und tragbar. Man suchte hier nach intelligenteren Lösungen.

Am 7.2.2011 wurde im Rahmen des Handwerkerstammtisches des Gewerbevereins den Teilnehmern, darunter viele Firmeninhaber und Anwohner aus dem Gewebegebiet, die Idee erneut vorgestellt. Die Teilnehmer haben sich daraufhin spontan zu einer Initiativgruppe zusammengeschlossen, um die Idee weiter zu entwickeln, die „ Initiative Tafelberg“ wurde damit ins Leben gerufen. Auf Anregung von Herrn OB Stefan Schlatterer hatten sich die Mitarbeiter der Stadtplanung, Stadtentwicklung & Umwelt der Stadt Emmendingen über eine mögliche kostengünstige Ausgestaltung ebenfalls Gedanken gemacht und Entwürfe zum ersten Treffen der Initiative Tafelberg am 15.4.2011 vorbereitet:

Es folgten mehrere Treffen der Initiative, Gutachten wurden besorgt, Vorschläge der Verwaltung studiert, die Möglichkeiten ausgewertet. Bauingenieure, Verwaltungsangestellte, Künstler und Unternehmer haben viele freie Stunden mit Konzeptfindung und gemeinsamer Bewertung der Lösungsvarianten verbracht. Es entstanden verschiedenste Ideen, Konzepte und Nutzungsmöglichkeiten.

Die Idee des Amphitheaters hat sich nach vielen Treffen durchgesetzt und wurde als optimale Ausgangsbasis für die künftige Weiterentwicklung gewählt und bei einer offiziellen Vorstellung am 11.10.2011 im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses im Rathaus vorgestellt.

Am 6.12.2011 wurde vom Technischen Ausschuss der Stadt Emmendingen beschlossen, die ehemalige Deponiefläche so zu modellieren, so dass sie in einem ersten Schritt für die Leistungsschau im Juni 2012 für die Öffentlichkeit nutzbar ist.

Von Januar bis Ende März wurde die Fläche modelliert und eingesät, so dass sie während der Leistungsschau 2012 zur erstmaligen öffentlichen Nutzung zur Verfügung steht.

Am 16. und 17. 06.2012 wurde der Tafelberg im Rahmen der Emmendinger Leistungsschau eingeweiht und am 24.02.2014 der Verein „Initiative Tafelberg Emmendingen e.V.“ gegründet.



Geschichte im Überblick:
  • seit ca. 1930 Nutzung der einstigen Kiesgrube als Mülldeponie
  • 1969 wurde die Mülldeponie geschlossen, weiterhin Nutzung als Aushublager
  • 1976 Überlassung zur Nutzung als Trail-Gelände an den AMC
  • 1989 "Orientierende Altlasten Erkundung" der Mülldeponie
  • 1993 "Nähere Altlasten Erkundung" der Mülldeponie
  • 1996 Auflösung des Pachtvertrags zwischen Stadt und AMC
  • 1998 rechtskräftiger Bebauungsplan Gewerbegebiet „Über der Elz“ Teilgebiet IIB
  • 2005 Machbarkeitsstudie zur Umnutzung/Bebauung
  • 2009 Beprobung des oberhalb des Müllkörpers liegenden Aushubes
  • 2011 Beschluss zur Umnutzung der ehemaligen Deponie,
    anschließend Modellieren und Begrünen der Fläche
  • 2012 Einweihung des Tafelbergs im Rahmen der Leistungsschau Emmendingen
  • 2014 Gründung des Vereins „Initiative Tafelberg Emmendingen e.V.“
  • Die Interessengemeinschaft Tafelberg möchte, nachdem nun die Eckpfeiler für das Gesamtprojekt gesetzt sind, das Projekt der Allgemeinheit zuführen und hofft auf viele Vorschläge wie und in welcher Form das Gelände genutzt werden soll. (s. Bürgerbeteiligung)